Was tun, wenn Ümit schwul und Natascha lesbisch sind?"

Workshop: "Homosexualität und Migrationsfamilien"
für PädagogInnen, WissenschaftlerInnen und Interessierte.

Kurzbeschreibung

Ob in Beratungsstellen oder in Angeboten der Familienbildung, überall zeigt sich das gleiche Bild: Menschen mit Migrationshintergrund werden mit dem Thema Homosexualität nicht konfrontiert. Diese Vorsicht zielt in der Regel darauf, die KlientInnen nicht zu verschrecken. Aber so werden Tabus stabilisiert.

Wie Frauen zu Botschafterinnen der Aufklärung werden können und wie mit erwachsenen MigrantInnen über Lesben und Schwule diskutiert werden kann, ist Thema dieses Workshops. Es werden einfache Beispiele und methodische Anregungen ausprobiert und reflektiert, mit denen dieser Kreislauf der Schonhaltung durchbrochen werden kann.

Mehr Infos:

Methoden und Handlungsstrategien für Familienberatung und Erwachsenenbildung zu den Themen Homosexualität und Migration
In der heutigen Gesellschaft wird Vielfalt zunehmend als Ressource und zugleich als Herausforderung verstanden. PädagogInnen und BeraterInnen in der Sozialen Arbeit werden daher unter anderem auch mit neuen Anforderungen an ihrer Arbeit konfrontiert. Der Diversity-Ansatz versucht, diesen gerecht zu werden, indem er unterschiedliche Facetten der Vielfalt in einem friedlichen diskriminierungsfreien Miteinander zu vereinen versucht. Sexuelle Identität und gleichgeschlechtliche Liebes- und Lebensweisen spielen neben anderen Dimensionen von diversity eine wichtige Rolle, denn sie kommen in allen Kulturen und sozialen Milieus vor. Umso wichtiger ist es für Fachkräfte im sozialen Bereich, kultursensibel und vorurteilsfrei mit dem Thema Homosexualität umzugehen.

Welche Rolle spielt das Thema Homosexualität im Bereich der Migrationsarbeit? Dank langjähriger Aufklärungsarbeit ist die Akzeptanz von Lesben und Schwulen zwar weit fortgeschritten. Menschen mit Migrationshintergrund werden jedoch bislang kaum in diese gesellschaftlichen Prozessen von Dialog und Respekt eingebunden. Auch in Familienberatungsstellen werden Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund mit dem Thema Homosexualität kaum konfrontiert. Es ist immer noch ein Tabu und als solches mit Angst besetzt. So werden Tabus gefestigt und Vorurteile auf allen Seiten bestärkt. In der Folge leiden homosexuelle MigrantInnen besonders unter den verschiedenen Folgen von mehrfacher Diskriminierung und Tabuisierung.

Berichte aus der Sozialen Arbeit und Politik zeigen einen enormen Handlungsbedarf für Akzeptanz in der Familie und unter Angehörigen, wobei der Beratungsbedarf in den letzten Jahren enorm angestiegen ist.

Wir bieten einen Sensibilisierungs-Workshop für Fachkräfte der Familienberatung und –Bildung, der auf Vermittlung der Kompetenz in Fragen der sexuellen Identität zielt. Durch theoretische und Praktische Inputs werden die Teilnehmenden für das Thema Homosexualität und Migration sensibilisiert. Anschließend sollen gemeinsam Handlungsstrategien für die eigene Praxis entwickelt werden.

LSVD Weitere Infos zum Projekt "Migrationsfamilien"