Stellungnahme: Homophobes Verhalten des Security-Personals beim „Legendären schwulen Sektempfang“ am 18.11.2016

Hiermit nimmt das Autonome Schwulenreferat der Ruhr-Universität Bochum (ASR), aktuell vertreten durch die am 16.07.2016 gewählten Referenten Stellung zu den Unstimmigkeiten zwischen dem eingesetzten Security-Personal und den Besucher*innen des „Legendären schwulen Sektempfangs“ vom 18.11.2016.

Im Laufe der Veranstaltung wurden einige Beschwerden der Besucher*innen an die Referenten des ASR herangetragen, die sich konkret auf homophobes Verhalten sowie derartige Äußerungen des Security-Personals bezogen. Es kam im Nachhinein zu einer Aussprache mit dem Betreiber des Kulturcafés, der über das Verhalten der von ihm engagierten Türsteher in Kenntnis gesetzt wurde.

Diesbezüglich ist in erster Linie darauf zu verweisen, dass die Einsetzung des Personals zu den Aufgaben der Leitung des Kulturcafés zählt, während der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Ruhr-Universität für die Entlohnung zuständig ist. Wie hieraus ersichtlich wird, hatten die verantwortlichen Referenten, welche die Planung und Ausrichtung des „Legendären schwulen Sektempfangs“ übernahmen, keinen Einfluss auf die Entscheidung, welches Personal am Abend der Veranstaltung für die Sicherheit zuständig sein würde.

Das ASR in Person der gewählten Referenten verurteilt die Verhaltensweisen des Security-Personals schwer, über die in zahlreichen Beschwerden der Besucher*innen in eindeutiger Weise berichtet wurde. Diese Berichte decken sich mit den persönlichen Eindrücken der Referenten über das Sicherheitspersonal, die zuletzt in homophoben Äußerungen gipfelten.

Es ist nicht in unserem Sinne, dass unsere Gäste beschimpft werden oder grundlos grob mit ihnen umgegangen wird. Ein solches Verhalten ist von unserer Seite nicht zu tolerieren und wird Konsequenzen nach sich ziehen. Veranstaltungen wie der „Legendäre schwule Sektempfang“ sind nicht zuletzt auch ein Schutzraum für die queere Community, der frei von Anfeindungen und Diskriminierungen sein muss. Umso wichtiger ist es, diesen Schutzraum zu bewahren. Im Folgenden wird nun Rücksprache mit den weiteren Verantwortlichen gehalten, um künftig Vorkommnisse dieser Art gar nicht erst entstehen zu lassen.

Gez.

Autonomes Schwulenreferat der Ruhr-Universität Bochum